Weihnachten steht vor der Tür und die Verkaufszahlen für Handys schießen wie jedes Jahr in die Höhe. Schon seit Monaten liegen die Kids ihren Eltern in den Ohren „Alle anderen in der Klasse haben schon ein Handy.“ „Alle in meiner Schule können schon ein Handy mit Internetanschluss.“ So oder so ähnlich die Argumente der 10 bis 15jährigen. Ältere Gymnasiasten weisen ihre Eltern dezent drauf hin, welch gewaltigen schulischen Fortschritte zu erwarten seien, wenn sie über eine ständige Verbindung zu Wikipedia und anderen Wissensdatenbanken verfügen würden. So bleibt den gestressten Eltern nichts anderes über, als auch für die jüngsten Familienmitglieder ein
Handy anzuschaffen, beziehungsweise dem technischem Fortschritt Rechnung zu tragen und auf die neueste Technologie umzustellen. Bleibt zu überlegen, ob man für den Nachwuchs ein Handy mit Vertrag oder ein Handy ohne Vertrag anschafft. Bei einem Erwachsenen ist diese Frage relativ einfach zu beantworten. Wer das Handy in der Regel nur dabei hat, um im Notfall erreichbar zu sein und selten telefoniert oder SMS schreibt, ist mit einem Prepaid Handy bestens bedient. Es entstehen keine monatlichen Kosten für Grundgebühren etc., sondern das Guthaben auf der Karte wird nach und nach aufgebraucht. Zwar sind die Gebühren höher als bei den Vertragshandys, trotzdem rechnet sich dieses System auf Dauer. Wer hingegen mehrmals täglich telefoniert und auch die SMS-Funktionen nutzt, sollte auf ein Handy mit Vertrag zurückgreifen. Da die Mobilnetzanbieter verschiedene Tarife anbieten, ist es sogar sinnvoll das eigene Telefonierverhalten zu analysieren und danach den optimalen Tarif zu wählen. Das erfordert vielleicht ein wenig Zeit, kann auf Dauer aber erhebliche Kosten sparen. Wer von Berufswegen das Handy ständig zum Telefonieren nutzt, sollte sogar auf eine Flatrate zurückgreifen. Für den monatlich zu entrichtenden Grundbetrag ist jetzt, meist mit gewissen Einschränkungen, unbegrenztes Telefonieren möglich. Bei Kindern und Jugendlichen jedoch stellt sich diese Frage jedoch anders. Normalerweise sind sich Kinder und Jugendliche nicht über die Konsequenzen ihres Handelns im Klaren. Sie handeln spontan, und wenn ihnen etwas gefällt, gehen sie dem nach. Nicht umsonst spricht der Volksmund von der unbeschwerten Kindheit. Die Folgen können in solch einem Fall katastrophal sein, wenn Kinder und Jugendliche mit einem Vertragshandy ausgestattet sind und dieses bedenkenlos nutzen. Besonders das beliebte Herunterladen der neusten Klingeltöne ist oft mit einem Abonnement verbunden und sorgt so für laufende monatliche Zusatzkosten. Deshalb sollten die Eltern mit ihren Kindern über diese Dinge eindringlich sprechen, um die Familie vor Schaden zu schützen. In der Regel ist es bei der Anschaffung von einem Handy für den Familiennachwuchs sinnvoll zu Anfang auf die
Handys ohne Vertrag zurück zugreifen. Zwar liegen die Gebühren hier etwas höher, aber es kann auch nur das geladene Guthaben verbraucht werden. Wenn dieses System über einen längeren Zeitraum funktioniert hat und der Jugendliche bewiesen hat, dass er über ein entsprechendes Verantwortungsgefühl verfügt, können Eltern und Kinder gemeinsam beraten ob der Wechsel zu einem Vertragshandy sinnvoll ist.
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Meinehandywelt | Handys mit und ohne Vertrag
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