Die Umgehung der MPU
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by: HB-28203
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Date: Sun, 1 Mar 2009 Time: 10:06 PM
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Eine bereits sehr bekannte und verbreitete Methode die MPU, im Volksmund besser bekannt als Idiotentest, zu umgehen, ist der Führerscheinerwerb im europäischen Ausland. Die MPU ist nach dem Entzug des Führerscheins eine zu große Hürde. Viele fallen bei der MPU durch und können deshalb ihren Führerschein nicht wiederbekommen. Fällt man öfter durch, ist die Umgehung der MPU meist noch die einzige Möglichkeit. Die MPU-Umgehung durch den Führerscheinerwerb im EU-Ausland ist zwar sehr umstritten und von der Regierung sehr kritisiert. Dennoch ist sie nach wie vor nach gelterner Rechtslage erlaubt, vorausgesetzt die Sperrfrist ist abgelaufen. Ein Generalanwalt hat 2008 den deutschen Behörden erklärt, wie der Führerscheintourismus unterbunden werden kann. Die Anerkennung eines im Ausland erworbenen Führerscheins kann lediglich nur dann verweigert werden, wenn dieser während der Sperrfrist erworben wurde. Des Weiteren kann laut einem Gutachten des Europäischen Gerichtshofes vom 26.Juni 2008 die Anerkennung eines im Ausland erworbenen Führerscheins verweigert werden, auch wenn der Führerschein nach der Sperrfrist erworben wurde, solange der Betroffene nicht vorweisen kann, seinen Lebensmittel im Ausstellerstaat zu haben.
Diesem Weg der MPU-Umgehung wird nach Ansicht des Bundesverkehrsministeriums ab dem 19.01.09 der Boden entzogen, aufgrund des Inkrafttretens der 3. europäischen Führerscheinrichtlinie. So wird der erworbene Führerschein im Ausland nach einer Entziehung der deutschen Fahrerlaubnis nicht mehr gültig sein, so der Verkehrsminister Tiefensee. So bleibt keine Alternative über, als sich einer MPU zu unterstellen. Diese muss dann natürlich auch erfolgreich bestanden werden. Nur dann sind alle Zweifel an der risikofreien Anteilnahme am Straßenverkehr erloschen.
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Rafael Lipinski, Dipl. Wi.-Ing. aus Bremen.
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