Arbeitszeiterfassung - von der Stechuhr zur biometrischen Zeiterfassung
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by: Daniadra
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Date: Fri, 6 Feb 2009 Time: 9:15 PM
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Die Erfassung der Arbeitszeiten der Arbeitnehmer spielt seit der Industrialisierung eine große Rolle - jeder kennt die Bilder,
auf denen tausende Arbeiter durch die Werkstore maschieren und ihre Stempelkarten in eine festinstallierte Stechuhr stecken.
Wer zu spät kommt, den bestrafte damals nicht nur das Leben, sondern vorallem der Arbeitgeber: Das Zuspätkommen hatte damals
noch sehr viel härtere Konsequenzen als in der heutigen Arbeitswelt.
Doch die Stechuhren wurde durch die Entwicklung neuer Technologien vorallem in den letzten zwei Jahrzehnten aus dem alltäglichen
Einsatz verdrängt und durch moderenere Systeme ersetzt. Anno 2009 kann man eine Stechuhr, wie man sie früher zu hundertausendenen
vorfand, höchstens noch in einem Museum betrachten.
Besonders in den 80iger Jahren wurden die auf analogenen Schaltungen basierenden Stechuhren durch die digitale Konkurrenz ersetzt -
trotz sehr viel höherer Kosten dieser neuen Technik waren die Vorteile enorm: Die Arbeitszeiten wurden automatisch von Computersystemen
ausgerechnet und die Daten liessen sich problemlos an Rechnern verwalten und für die Gehaltsabrechnung per Tastendruck weiterverarbeitet
werden. Dadurch verschwand auch die klassische Stempelkarte aus Pappe aus den Geldbörsen der Arbeitnehmern - anstelle dieser
traten praktische Chipkarten, welche robuster waren und den Erfassungsvorgang am Werkstor auf kaum messbare Zeiten reduzierten.
Doch der Zahn der Zeit hat auch an dieser ehemaligen "Digitalen Revolution" genagt: Anfang der 90iger lieferten sich High-Tech-Firmen
aus der ganzen Welt ein Wettrennen der Produktinnovationen - auch auf dem Markt der Zeiterfassungssysteme hat sich zu dieser
Zeit sehr viel getan: Chiparten wurden ausgetausch durch noch kleinere Schlüsselanhänger - speziell angefertige Chips
ermöglichten sogar die berührungslose Identifikation des Arbeitnehmers. Auch die Technik, die hinter diesen System stand, wurde komplexer:
Jetzt wurde aus den einfachen Verwaltungssystemen komplexe Zeitmanagement-Systeme, für die in großen Unternehmen teilweise
eine ganze Abteilung im Einsatz war. Doch die Kosten sollten sich rentieren: Noch nie war es so einfach, getätigte Arbeitszeiten
auf einzelne Produkte runterzurechen - die Kosten- und Leistungsrechnung wurde enorm vereinfacht.
In den letzten Jahren konnte man dann einen neuen Trend im Bereich der Arbeitszeiterfassung feststellen - die biometrische Zeiterfassung.
Im Klartext bedeutet dies, dass Arbeitnehmer durch biometrische Eigenschaften erfasst werden. Die bereits gängigste Version dieser
Erfassungsform ist die Identifikation der Finderabdruck. Im wahrsten Sinne des Wortes liegen die Vorteile dieser technologischen
Revolution auf der Hand: Eine Verwechslung ist 100%ig ausgeschlossen, der Finderabdruck ist einzigartig. Ebenso ist man unabhängig
von Erfassungsmedien jeglicher Art - keine Chipkarten sind mehr notwendig, die verloren oder vergessen werden können.
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F. Simon
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